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Bundesministerium für Bildung berichtet über Ruchti-Mitarbeiter

Reportage über einen syrischen Flüchtling, der wieder in seinem Beruf als Schreiner bei RUCHTI in Oftersheim arbeiten kann

Auszug aus dem Artikel „Ich liebe den Tischlerberuf“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung am 4. Dezember 2015 auf seiner Homepage veröffentlicht hat:
„Der Syrer Fares Schammas beantragte 2001 Asyl in Deutschland. Zunächst war er in vielen Aushilfsjobs tätig, seit 2015 kann er dank der Anerkennung in seinem erlernten Beruf als Tischler arbeiten. Von klein auf hatte Fares Schammas den Geruch von frisch gehobeltem Holz in der Nase. In seiner Heimat Syrien hatte seine Familie drei eigene Tischlereien; er und seine sieben Brüder haben alle Tischler gelernt. Bis zu seinem 26. Lebensjahr half er seinem Vater, das Unternehmen weiter aufzubauen.

2001 musste Fares Schammas Syrien verlassen und beantragte Asyl in Deutschland. (…) Er hatte auch einen professionellen Anreiz: ‚Deutschland ist weltweit berühmt für sein Handwerk‘. Dennoch folgte zunächst Ernüchterung: Ohne Arbeitserlaubnis und mit geringen Deutschkenntnissen musste er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Seinem ursprünglichen Beruf kam er in dieser Zeit als Zimmermannhelfer am nächsten: ‚Das hatte etwas mit Holz zu tun und hat mir Spaß gemacht‘. (…)

‚Ich habe gekämpft, den ich mag meinen Beruf‘

2012, mit dem neuen Anerkennungsgesetz, bot sich die große Chance: Fares Schammas stellte den Anerkennungsantrag. Aber die Unterlagen erlaubten kein nach deutschen Maßstäben zuverlässiges Urteil über die Inhalte und Qualität seiner Ausbildung. Ein Gespräch mit Fares Schammas vermittelte den Experten der Handwerkskammer (HWK) allerdings den Eindruck, dass er durchaus die wesentlichen Kenntnisse besitzt, die für einen Tischler – auch hierzulande – erforderlich sind. Er solle doch im Rahmen einer Qualifikationsanalyse (…)  die fehlenden schriftlichen Nachweise über seine berufliche Kompetenz einfach ‚praktisch‘ nachweisen. Gesagt, getan. Um die volle Gleichwertigkeit seines Berufsabschlusses zu erreichen, hatte Fares Schammas aber noch eine letzte Hürde zu bewältigen: die Anpassungsqualifizierung. Wie alle Tischler aus dem Ausland musste er die für den Beruf notwendigen, weil sicherheitsrelevanten Maschinenkurse belegen. (…) Ein Betriebspraktikum und drei Maschinenkurse später war auch diese Hürde genommen und im Februar 2015 erhielt Fares Schammas die volle Anerkennung als Tischler. ‚Jetzt habe ich eine offizielle deutsche Bescheinigung, dass ich das kann, was auch ein deutscher Tischler kann‘.
Mittlerweile arbeitet Fares Schammas wieder in seinem Traumberuf – und das in Festanstellung bei der Firma RUCHTI Ladenbau in Oftersheim (Baden-Württemberg).“

Hier finden Sie den vollständigen Artikel auf der Homepage des Bildungsministeriums.

 

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